Details

ISBN/EAN: 978-3-903460-45-4
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
180 S.
Format (T/L/B):
2 x 20.7 x 13.8 cm

Hersteller:
Milena Verlag
office@milena-verlag.at
Wickenburggasse 21/1-2
AT 1080 WIEN


Weitere Details arrow_forward_ios
25,00 €

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

Beschreibung

Eine gut gelaunte Zeitreise in die Neunzigerjahre ohne Sperrstunden, Rauchverbot und neue Nüchternheit. Im Rhythmus der Nacht erzählt, durchleben die Partyhelden alle Phasen einer gelungenen Ausschweifung: Vorfreude, Euphorie, Höhepunkt, Absturz und Kater. Wien in den Neunzigern. Aus dem Hörsaal heraus gründen die beiden Studenten Smash und Mao einen Tanzclub. Für Jungsoziologen ist es eigentlich Pflicht, einen Club zu gründen, so Mao. Mit trockener Theorie soll jetzt mal Schluss sein, die lebendige Praxis ruft! Beider Ziel ist es, das lahme Nachtleben in Wien zu revolutionieren. Sex, Gras und Drum & Bass auf Wienerisch. Die zwei Jungmänner holen noch ein paar lebenshungrige Freunde an Bord. Kaum haben alle ihre künftigen DJ-Namen gefunden, geht es auch schon los mit der Planung und Locationsichtung. Was klein beginnt, wird immer größer, bald strömen mehr Tanzwütige herbei, als man sich erträumt hatte. Smash und Mao merken aber auch bald, dass Eventorganisationen einiges an Verantwortung in sich bergen und selbst so etwas Schönes wie ekstatisches Feiern, wenn es zu Arbeit wird, seinen Reiz verliert. Eine Zeitreise in das Jahrzehnt des Dauerfeierns. Und: eine Wiener Nachtgeschichte. Eine Huldigung der Nacht, des Feierns und der Verschwendung.

Leseprobe

Das Zeitalter der Tanzmusik schrieb die Gesetze des Nachtlebens neu. Nur Bässe kitzelten Unbewusstes, Ungesagtes wach. Tanzmusik verzichtete auf blöde Botschaften und entbehrliche Texte. Leider vernachlässige auch ihr geliebter Radiosender diese spannende Musik sträflich. Ihr Arbeitgeber vergatterte sie immer wieder zu Interviews mit irgendwelchen selbsternannten Rocklegenden: The Cure, Die Ärzte, Die Toten Hosen, Die Goldenen Zitronen, Tocotronic, Rage Against The Machine, Blur, Placebo. Immer mussten sie Bands interviewen. Viel lieber hätten sie Producer interviewt. Aber bei den Redaktionssitzungen wurden ihre Vorschläge als zu nischig abgelehnt. Interviews mit Rocksängern waren langweilig. Ständig nervten Musiker mit abgestandenen Phrasen und Satzbausteinen. Warum war das so? Gitarrenband hatten einfach keine Antworten mehr auf die drängenden Fragen des digitalen Zeitalters. Wie Dinosaurier oder Kutschen würden sie bald aussterben. Nur die Wahrheit der Trommel vertonte die Zukunft. Eine Basstrommel war eine Basstrommel war eine Basstrommel. Die von der Trommel verkündete Wahrheit lautete: Mach dich bereit für das Wochenende. Tanz und dein Hintern wird folgen.